Der Gesetzesentwurf der Europäischen Kommission zur Regulierung der Künstlichen Intelligenz würde die weltweit restriktivsten Rahmenbedingungen zur Entwicklung und Nutzung von KI zur Folge haben. Eine neue Studie vom Center for Data Innovation stellt fest, dass das geplante Gesetz die europäische Wirtschaft in den nächsten fünf Jahren € 31 Milliarden kosten würde. Ein typisches KMU dass eine sogenannte 'Hochrisiko' KI-Anwendung entwickeln möchte, wäre mit Kosten von bis zu € 400,000 konfrontiert.
Das erklärte Ziel der Europäischen Kommission, dass 75% aller europäischen Unternehmen im nächsten Jahrzehnt KI-Systeme verwenden, erfordert ein zehnfaches Wachstum der momentanen KI-Nutzung. Mittels Daten der von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebenen Studie zur Folgenabschätzung des Gesetzes stellt das Center for Data Innovation fest, dass die Compliance-Kosten des Gesetzes das Investitionsvolumen in die Künstliche Intelligenz bis zu 20% reduzieren würde.
"Die Kommission hat wiederholt argumentiert, dass das KI-Gesetz das Wachstum und die Innovation im digitalen Sektor unterstützt. Eine Analyse der Kosten zeigt allerdings, wie unrealistisch dieses Argument ist," kommentiert der Autor der Studie, Dr. Benjamin Müller, politischer Analyst beim Center for Data Innovation.
Das KI-Gesetz ist eine horizontale Vorlage, die alle KI-basierten Anwendungen betrifft. Es stuft KI-Systeme in drei Kategorien ein: unannehmbares Risiko, hohes Risiko und geringes Risiko. Eine KI-Anwendung, welche die Grundrechte oder die Gesundheit und Sicherheit der Bürger tangiert, wird als 'Hochrisiko'-System eingestuft. Dies umfasst einen weiten Bereich an potentiellen KI-Anwendungen- von kritischer Infrastruktur, über Beschäftigung und Personalmanagement, bis zur Bildung- und belastet solche Systeme mit einer breiten, detaillierten und kostspieligen Palette von regulatorischen und technologischen Auflagen. Erst wenn die volle Konformität mit dem Gesetz garantiert ist, darf ein Hochrisiko-KI System auf den Markt gebracht werden.
Anhand der Daten einer Studie, die die EU-Kommission zur Folgenabschätzung des Gesetzes in Auftrag gegeben hat, erwartet das Center for Data Innovation, dass die Compliance-Kosten für europäische Unternehmen bis im Jahre 2025 jährlich knapp € 11 Milliarden betragen werden. Insgesamt ergäbe das innerhalb der nächsten fünf Jahre Kosten von € 31 Milliarden. In diesen Kosten sind die verlorenen Investitionen in KI und die damit entgangenen Vorteile für die Produktitivät und das Wirtschaftswachstum nicht enthalten. Da das Gesetz die Kapitalkosten für KI-Investitionen in Europa erhöhen wird, ist zusätzlich ein 'brain drain' von talentierten und innovativen europäischen Fachkräften im KI-Bereich in andere Regionen zu erwarten.
Das Center for Data Innovation stellt fest, dass zur Zeit lediglich 7% aller europäischen Unternehmen KI-Systeme nutzen. Das geplante Gesetz stuft KI-Anwendungen in mehr als einem Drittel der EU-Wirtschaft in die Hochrisiko-Kategorie ein. Für Unternehmen in Hochrisiko-Bereichen werden Kosten für KI-Investitionen markant ansteigen und die Entwicklung von solchen Systemen wird aufwändiger. Ein KMU mit jährlichem Umsatz von € 10 Millionen, welches ein Hochrisiko-KI System installieren will, müsste aufgrund der neuen Regulierungen mit Mehrausgaben von bis zu € 400,000 rechnen, was zu einem Gewinnrückgang von 40% führen würde.
"Das KI-Gesetz gefährdet den digitalen Wandel der europäischen Wirtschaft, bevor er überhaupt begonnen hat," stellt Dr. Müller fest. "Die Überregulierung der EU-Wirtschaft, die die Kommission aktiv vorantreibt, ist schädlich für Unternehmer, die Investitionen in innovative neue Technologien planen. Die KI-Revolution kann der europäischen Wirtschaft dringend benötigten Schwung und Auftrieb verleihen. Leider würde das KI-Gesetz in vorliegender Fassung diesem Wandel den Wind aus den Segeln nehmen, und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beeinträchtigen."
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