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Studie: 68 Prozent der Unternehmen sehen sich gewappnet für die Rezession

Von: Redaktion Teletalk am 26.10.2022

Vor allem eine hohe Mitarbeitermoral gilt als ausschlaggebend für Resilienz

Rezession, Inflation, Pandemie – Führungskräfte reagieren je nach Region unterschiedlich auf die aktuellen Entwicklungen, wie eine aktuelle Untersuchung von OnePoll im Auftrag von GoTo zeigt. Demnach sind 76 bis 97 Prozent der Unternehmen im APAC-Raum (Asia-Pacific) zuversichtlich, einen potenziellen finanziellen Sturm überstehen zu können. Deutschland liegt mit 68 Prozent im guten Mittelfeld, dicht gefolgt von Frankreich mit 66 Prozent.

Laut Studie halten fast sieben von zehn Wirtschaftsführern weltweit eine Rezession innerhalb der nächsten sechs Monate für wahrscheinlich. In Deutschland sind es 62 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei nur 50 Prozent und damit auch unter dem asiatischen Wert.

Wie sich Unternehmen auf die Rezession vorbereiten können
Angesichts der derzeitigen Lage bezeichnet es ein Großteil der deutschen Führungskräfte als wichtig, sich auf eine mögliche Rezession vorzubereiten (67 Prozent). 22 Prozent haben entsprechende Vorkehrungen beschlossen oder planen diese. Weitere 33 Prozent befinden sich bereits in der Umsetzung. Allerdings wird in fast genauso vielen Firmen nicht über Vorbereitungen auf eine mögliche Rezession gesprochen (34 Prozent).

Auch wenn die Unsicherheit in den Regionen unterschiedlich ausfällt – es gibt weltweit gültige Maßnahmen, um sich optimal vorzubereiten. Dazu zählen laut Studie vor allem das Know-how, wie Unternehmen wirtschaftliche Unterstützung erhalten können (39 Prozent der Nennungen), eine Konsolidierung und Bewertung der eingesetzten Technologien (37 Prozent), Katastrophenpläne (36 Prozent) sowie Rücklagen für mindestens drei Monate (35 Prozent). In Deutschland hat die Sicherung von Rücklagen Priorität (24 Prozent), dicht gefolgt von internen Risikobewertungen sowie von Kenntnissen, wie Unternehmen wirtschaftliche Hilfen beantragen können (jeweils 23 Prozent).

Mitarbeiter auch in schweren Zeiten schützen
76 Prozent der Befragten weltweit halten es zudem für wichtig, ihre Mitarbeiter während der Wirtschaftskrise zu schützen. Für 77 Prozent ist es von Bedeutung, dass die Moral der Beschäftigten hoch bleibt. Und drei von vier Führungskräften gaben an, dass sie alles in ihrer Macht Stehende tun würden, um ihre Mitarbeiter auch im Falle einer Rezession zu halten.

In Deutschland bezeichneten 43 Prozent der Führungskräfte die Moral der Beschäftigten als einen der wichtigsten Faktoren, um die Resilienz des Unternehmens zu erhöhen. Damit liegt dieser Punkt noch vor der Erstellung eines detaillierten Business-Continuity-Plans. Das ist sicherlich ein Ergebnis der aktuellen Inflation und der vergangenen Pandemie-Jahren, die angesichts von Lieferkettenproblemen und Kurzarbeit den eigenen Arbeitsplatz für viele Beschäftigte unsicherer gemacht haben. Jetzt wollen die Führungskräfte alles Notwendige unternehmen, um den eigenen Mitarbeitern wieder mehr Sicherheit zu geben. Weltweit halten die Befragten vor allem fünf Maßnahmen für erforderlich, um ihr Unternehmen vor einer Rezession zu schützen und die Produktivität der Belegschaft zu bewahren:

  • Regelmäßige Instandhaltung von Arbeitsmitteln wie Computern und anderen Bürogeräten – 49 Prozent
  • Möglichkeiten, ein Produkt kosteneffektiv zu produzieren – 44 Prozent
  • Ausstattung der Mitarbeiter mit benötigten Technologien – 42 Prozent
  • Einrichtung eines unternehmensweiten Notfallfonds – 41 Prozent
  • Aufrechterhaltung einer hohen Mitarbeitermoral – 41 Prozent

„Egal ob eine umfassende Rezession bevorsteht oder nicht, eines ist klar: Unternehmen müssen vorbereitet sein, um ihre Mitarbeiter zu unterstützen, ihre Gewinne zu schützen und die Geschäftskontinuität zu wahren“, sagt Paddy Srinivasan, CEO von GoTo. „Durch relativ einfache Schritte – etwa das Konsolidieren von Technologiepaketen, um Geld einzusparen, die Erstellung von Plänen für verschiedene Szenarien und die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen – können Unternehmen aller Größenordnungen auch bei potenziellen wirtschaftlichen Unsicherheiten widerstandsfähig bleiben.“

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