Smartphone für den Preisvergleich

Von: Ted Hoy am 15.03.2011

Schon bald wird das Shopping über Mobilfunk - geräte den gleichen Stellenwert einnehmen wie der Online-Handel. Die richtige Zeit, um in das M-Commerce-Geschäft einzusteigen, ist: Jetzt!

Anbieter, die sich als M-Commerce Trendsetter vom Wettbewerb absetzen, können derzeit noch davon profitieren, dass die Konkurrenten entweder zunächst abwarten und beobachten, was die Mitbewerber machen, oder dass sie sich bei der Entwicklung einer M-Commerce-Strategie sehr viel Zeit lassen. Gleichviel hat es gewisse Vorteile, von den Erfahrungen der M-Commerce-Trendsetter zunächst einmal zu lernen. Trotzdem sollte man sich jetzt schon mit den dafür erforderlichen Techniken vertraut machen und seine Multichannel-Strategien auch auf MCommerce erweitern, um für Kunden der nächsten Generation attraktiv zu sein. Denn da die Benutzung moderner Mobilgeräte zunimmt und die mobile Technik fortschreitet, bedeutet die zunehmende E-Commerce- Erfahrung der Kunden in zunehmendem Maß auch einen Zuwachs bei der Nutzung von mobilen Endgeräten.

Obwohl der M-Commerce heute noch in den Kinderschuhen steckt, haben viele Kunden schon die Vorteile erkannt: Sie können jederzeit und von überall aus einkaufen und zum Beispiel mit dem Smartphone schon einmal Kinokarten bestellen oder eine Reise buchen. Auch ist es wichtig zu wissen, dass derzeit weltweit viermal mehr Mobilgeräte verkauft werden als stationäre PCs. Und nicht nur die Zahl der Mobilgeräte nimmt stark zu, diese werden auch zunehmend für Zugriffe auf das Web genutzt.

Anbieter, die bereits mit einem Online- Auftritt präsent sind, können eine Lösung für kostengünstigen M-Commerce möglicherweise bei dem Provider finden, der sie bereits beim E-Commerce unterstützt. Einige Web-Provider führen bereits jetzt moderne Mobile-Commerce-Lösungen ein, die sich in existierende Online-Shops integrieren lassen. Vorteil: Wenn das System erkennt, dass der Kunde von einem Mobilgerät aus zugreift, kann ein solches System beispielsweise dafür sorgen, dass nur die wichtigsten Features auf der Bedienoberfläche dargestellt werden, einschließlich sicherer Bezahlverfahren, die sich auch für die Mobilanwendung eignen. Weil der Mobil-Shop in den Online-Shop mit allen Funktionen und Informationen eingebunden ist, sieht der Kunde keinen Unterschied und der Anbieter kann mit dem konsistenten Auftritt ein einheitliches Markenimage aufbauen.

Mit der weiteren Zunahme mobiler Geräte und Anwendungen müssen die Anbieter sicherstellen, dass auch die Strategien für den Mobilbereich mit ihren langfristigen Geschäftszielen Schritt halten, um erfolgreich zu sein. Wenn Unternehmen möglichst breite Zielgruppen erreichen möchten, sollten sie sich zur Einrichtung einer speziellen M-Commerce-Site entschließen. Unternehmen, die alternative oder zusätzliche Mobillösungen suchen, sei die Entwicklung von E-Commerce-Applikationen empfohlen. Mit solchen Apps erhalten die Nutzer leistungsfähige und schnelle Shopping-Funktionen, weil die Software direkt in dem Mobilgerät gespeichert ist. Aufgrund der Integration in die Funktionen des Mobilgeräts lassen sich personalisierte Services zur Verfügung stellen, zum Beispiel die Einbindung in die Kontaktliste und in andere vorhandene Apps. Ortsgebunden angebotene Dienste sind außerdem mit Hilfe von GPS-Navigation möglich. Im Vergleich zu E-Commerce- Lösungen haben die Applikationen allerdings den Nachteil, dass sie speziell auf bestimmte Typen von Smartphones zugeschnitten und deshalb jeweils immer nur für einen beschränkten Nutzerkreis geeignet sind. Weil diese Unterschiede zwischen E-Commerce- Anwendungen für Smartphones und MCommerce- Sites bestehen, sollte ein Unternehmen zunächst Ziele für das Mobil-Geschäft festlegen, um für sein spezielles Geschäftsfeld den besten Ansatz oder eine Kombination aus unterschiedlichen Ansätzen zu finden.

Was AR mit M-Commerce zu tun hat

Neben speziellen Mobil-Sites und reinen E-Commerce-Apps gibt es inzwischen auch andere technische Entwicklungen, die für den M-Commerce langfristig interessant sein können, etwa Augmented Reality (AR), eine Kombination aus Computer-Visualisierung und Objekterkennung. Mit AR ist es möglich, dass Informationen aus dem Umfeld des Benutzers digital und interaktiv nutzbar werden. Die zunehmende Anwendung von AR-Applikationen auf Smartphones zeigt nicht nur die Stärke und Nützlichkeit dieser Technik, sondern auch den zusätzlichen Komfort, den sie dem Benutzer bieten kann. Navigations-Anwendungen für verschiedene Smartphones sind aktuell nichts Ungewöhnliches mehr. Diese weisen dem Benutzer mit Hilfe von AR-Darstellungen den Weg zum Zielort – so ähnlich, wie das heute schon bei Navigationssystemen im Auto üblich ist. Die Anwendung von AR-Technik ist allerdings nicht auf Navigation beschränkt. Man findet sie inzwischen auch schon beim MCommerce. Als ein Beispiel sei eine App für das Android-Telefon von Amazon genannt, die mit M-Commerce zu tun hat: Mithilfe der Smartphone-Kamera lassen sich Strichcodes ablesen oder einfache Objekte erkennen, beispielsweise CD- und DVD-Cover, so dass der Benutzer mit diesen Informationen Preise vergleichen kann. AR-Techniken werden mit ihrer weiteren Entwicklung und Verbreitung mit großer Wahrscheinlichkeit zunehmend Teil von Mobile-Commerce- Anwendungen und schließlich ganz selbstverständlich vom Konsumenten benutzt.


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Wer heute seine Kunden dauerhaft binden möchte, muss sich etwas einfallen lassen.

Mehr zum Thema lesen Sie in dem Beitrag von Verena Buchbinder und Stefan Krimmer, gkk DialogGroup, München

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