Egal, ob ein Antivirenprogramm das Surfen im Internet schützt, eine Sprachsoftware auf den nächsten Urlaub einstimmt oder eine Fotobearbeitungssuite dabei hilft, rote Augen zu entfernen: Jedermann nutzt Software. Neben der Nachfrage wächst auch die Dringlichkeit, entsprechende Programme zu erhalten. Geht es nach den Nutzern, sollte Software möglichst preiswert und unmittelbar verfügbar sein. Dies hat auch der Berliner Softwareanbieter Softwarebilliger.de erkannt. Seit August 2010 ist deswegen der Onlineverkauf per Download als Distributionsweg möglich. In Kooperation mit dem IT-Dienstleister Nionex können Nutzer die gewünschte Software jetzt direkt von der Homepage laden und auf dem heimischen Computer speichern. Nach Abschluss des Zahlungsvorgangs erfolgt die Kauf - abwicklung ohne weiteren Zwischenhandel, der Käufer kann die jeweilige Lizenz unmittelbar freischalten. Zuvor beanspruchte die gesamte Auftragsabwicklung ein bis zwei Tage.
Als Versandhandelsoption für Softwareprodukte verkörpert die digitale Distribution den Prototyp einer Win-Win- Situation. Einerseits spart der Kunde Versandkosten, profitiert von einer schnellen und reibungslosen Kaufabwicklung sowie von einer ständigen Verfügbarkeit der jeweiligen Software. Andererseits hat der digitale Vertrieb auch für den Anbieter Vorteile: Neben dem Faktor Zeit vor allem Kostenreduzierung in den Bereichen Transport und Logistik. Diese Einsparungen ermöglichen es wiederum, die Software weiterhin günstig anzubieten. Zudem können jährlich Tonnen an Verpackungsmaterial gespart werden. Für Firat Cagac, Leiter E-Commerce und Sales Geschäftskunden, ist die digitale Distribution zudem vor allem die logische Konsequenz globaler Marktgegebenheiten: „Die Zukunft des Softwaremarkts liegt in dieser Form der Distribution. Natürlich spiegelt sich das auch auf dem Weltmarkt Internet wider. Daher haben wir unser Portfolio diesem Markt angepasst.”
Der größte Vorteil für Kunden ist die schnelle Auftragsabwicklung. Im Online - shop sucht sich der Nutzer zunächst die gewünschte Software aus. Sowohl die Suchmaske als auch die Gliederung zum Beispiel in Games, Betriebssysteme oder Antivirus unterstützen die Auswahl. Über das Warenkorb- Icon kann die Software dann abgelegt und verbindlich bestellt werden. Im Gegensatz zur postalischen Distribution erhält der Nutzer die Software unmittelbar nach Zahlungseingang, hierfür stehen beim Anbieter die notwendigen Zahlungsmodalitäten wie Clickandbuy, Paypal oder auch Sofortüberweisung. de zur Verfügung. Anschließend sendet das automatisierte Shop system dem Kunden die jeweilige Seriennummer per EMail zu, so dass dieser die Lizenz selbst freischalten kann. „Im Normalfall hat der Kunde zuvor an einem Tag gekauft und die Ware am nächsten Tag erhalten. Dieser Vorgang war uns aber noch nicht schnell genug. Der Sofort-Download erlaubt es uns, diesen Prozess weiter zu straffen und so für unseren Kunden Software unmittelbar verfügbar zu machen”, so Cagac.
Durch kontinuierliche Marktanalysen überprüft der Händler zudem die Preise der Konkurrenz und reduziert die eigenen gegebenenfalls. So konsolidiert und re - afirmiert der Softwarevertrieb konstant seine Position auf dem Markt. Einsparungen durch den Sofort-Download ermöglichen es, diesen Ansatz stets weiterzuführen und den Vorteil an den Kunden weiterzugeben. „Wir erhalten stets gutes Feedback für unsere schnelle Kaufabwicklung. Neben dem Faktor Preis sind Stammkunden besonders von der Übersichtlichkeit der Seite überzeugt”, so Cagac.
Der Anbieter setzt parallel auch auf den Ankauf älterer Betriebssysteme wie beispielsweise Windows XP, die aus Restposten, Geschäftsaufgaben oder Insolvenzen erworben werden: „Viele unserer Kunden schaffen sich einen günstigen Gebrauchtrechner an und sehen nicht die Notwendigkeit, diesen mit dem neuesten Betriebssystem auszustatten. Insbesondere dann nicht, wenn sie mit den früheren Versio - nen gute Erfahrungen gemacht haben, weil sie sich als zuverlässig erwiesen”, erläutert Cagac das Verfahren. Darüber hinaus gehören auch der Vertrieb von Lizenzen und OEM-Software zum Portfolio des Onlinehändlers. Gekauft wird diese zumeist von Unternehmen, die nach der Ausstattung mit Neusoftware keine Verwendung mehr für ihre Vorgängerversionen haben. Doch nicht nur Privatleute zählen zum Kundenstamm, auch viele Unternehmen nutzen inzwischen die Dienste des Onlinevertriebs und profitieren so von Preissenkungen von bis zu 80 Prozent.
Wer heute seine Kunden dauerhaft binden möchte, muss sich etwas einfallen lassen.
Mehr zum Thema lesen Sie in dem Beitrag von Verena Buchbinder und Stefan Krimmer, gkk DialogGroup, München
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