Wissen

Immer Up-To-Date

TeleTalk 05-06/2020

Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe:
  • From Zero to Hero: Customer Engagement-Kunden zu Fans machen
  • Special: Digitalisierung als Chance- Menschen-Technologien-Lösungen
  • Erfolgsmodell: Management auf Zeit
  • In 7 Schritten zum evolutionären Unternehmen

 

Kostenlos zum Durchklicken:
TeleTalk 05-06/20 als ePaper Opens internal link in current window(hier klicken)

Und Opens internal link in current windowhier können Sie TeleTalk bestellen oder abonnieren!

TeleTalk Archiv

Ältere Ausgaben als ePaper

Opens internal link in current windowHier lesen Sie weitere Ausgaben der TeleTalk.

Podcast

Im Podcast von Manfred Stockmann geht es nicht um Podologie! Mit seinen Gästen diskutiert er Entwicklungen und Erfahrungen rund um die Themen Persönlichkeits- und Organisations-Entwicklung, Customer Service und Digitalisierung.

Hören Sie hier doch mal rein.

Horrorphantasien über Digitalisierung, Technologien und KI

Von: Verena Fink am 15.07.2019

Rund 300 Tote, sogenannte Kryoniker, hängen eingefroren in den USA und Russland und hoffen auf eine Wiederbelebung in 100 bis 200 Jahren. Ginge es nach den Tech-Visionären, so wäre die Spezies Mensch dann ein Fall fürs Kuriosum, sie wollen vielmehr ihr Gehirn downloaden und auf Festplatten konservieren, bis es in eine Maschine transplantiert werden kann, um ihr Bewusstsein zu verleihen.

Ich denke, also bin ich, formulierte René Descartes, um den Bezug von Körper und Seele zu fassen. Gilt der noch, wenn die Maschine denkt? Egal ob Kryoniker oder Cyber-Fans, wir versuchen uns die Technologie zu erklären, wie seit Jahrtausenden die Religion. Beide Dimensionen sind uns eigen, von uns geschaffen und doch sehen wir die Technologie oft als das Fremde, die Bedrohung oder den Fluch. So reagieren wir auf rationale Technologie durch und durch irrational. Unsere Angst entfernt uns von der Wirklichkeit. Ich glaube, sie ist nur eine Projektion: Wir schauen auf „das fremde Andere“ und projizieren Unsicherheit und Unmut durch erlebte Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit auf eine abstrakte Größe, wie den Islam, die Flüchtlinge oder eben die Technologie.

Bevor wir wirklich erforscht und verstanden haben, was neue Technologielösungen für uns bedeuten können, spinnen wir Horrorphantasien um Algorithmen, Blockchain, künstliche Intelligenz, Cookies oder soziale Netzwerke. Wir träumen von menschenfressenden Maschinen, die uns versklaven werden und unsere Gedanken mit dem Joystick dirigieren.

Zugegeben, die Digitalisierung ist komplex und Technologiezyklen scheinen sich selbst zu überholen. Da liegt die Versuchung nahe, einfache Antworten zu finden. In Deutschland, so scheint mir, überspringen wir gerade die Phase der Neugier, des Ausprobierens, der Zuversicht und zielen direkt auf Zweifel, Skepsis und pauschale Ablehnung. So überrascht es nicht, dass eine Vodafone-Umfrage (Ipsos 2018) die Deutschen als die kritischsten Kommentatoren von Zukunftstechnologien identifiziert. Nur 35 Prozent der Deutschen glauben, dass neue Technologien eine Bereicherung sein werden. Im Vergleich zu den anderen befragten EU-Ländern Bulgarien (57 Prozent), Schweden (45 Prozent), Italien (48 Prozent) und Großbritannien (38 Prozent) ist das der niedrigste Wert.

Egal ob Künstliche Intelligenz, Algorithmen oder digitale Assistenten: Technologie ist nicht gut, noch schlecht. Sie könnte ein Mittel sein, unsere Entwicklung so zu gestalten, dass sie uns förderlich ist, für mehr Humanismus, Frieden, Gesundheit und Wohlstand. Diese Technologie aus Angst und Unkenntnis zu verdammen und pauschal abzuurteilen, wird uns in Zeiten globaler Herausforderungen nicht weiterhelfen. Technologie-Kritik ist elementar, je fundierter und konstruktiver desto besser, um aus dieser angstbesetzten Verteidigungshaltung wieder herauszufinden. Es geht um den Weg dazwischen, jenseits der Extreme übertriebener Tech-Hörigkeit, wie sie einem bisweilen im Silicon Valley begegnet und der plumpen Tech-Ablehnung mit Stammtischparolen aus Unsicherheit, Vorurteilen und Fatalismus. Weder Brillanz noch Naivität oder Überheblichkeit, die sich scheinbar in beiden extremen Lagern finden, werden uns helfen. Zukunft lässt sich nur mit und nicht gegen Technologie gestalten.

Denn eines ist sicher: Die Technologie wird bleiben, genauso wie die Religion, egal ob tiefgekühlt oder festplattenkonserviert .

Verena Fink,

Gründerin von Woodpecker Finch ist Expertin für kundenzentrierte Innovation und künstliche Intelligenz. Sie berät, coached und begleitet Unternehmen auf dem Weg in die Digitale Welt. Im Digital Woodpecker teilt sie Impulse aus dem Silicon Valley und ihre langjährigen Erfahrungen aus dem digitalen Wandel von Unternehmen.

 

 


TeleTalk-Marktübersichten

12 Tabellen, hunderte Anbieter

Alle Produkte, Lösungen, Dienste und Dienstanbieter für professionellen Kundenservice im schnellen Überblick.

 

Opens internal link in current windowHier gehts zu den Marktübersichten

TeleTalk-Marktführer 1/2020

Der TeleTalk-Marktführer Contact Center & CRM bietet den umfassendsten und aktuellsten Spiegel für Lösungen, Produkte, Dienstleister & Dienstleistungen im Customer Care-Markt.

Seine Eckdaten: 

  • insgesamt 12 Marktübersichten
  • rund 500 Anbieter von Produkten, Lösungen und Diensten

Die neue Printausgabe des TeleTalk Marktführer Contact Center & CRM, Heft 01/2020, ist noch erhältlich.
Bitte Opens internal link in current windowhier bestellen.

Werfen Sie Opens internal link in current windowhier einen Blick in die topaktuellen Marktübersichten

Als besonderen Service stellen wir Ihnen die neue Printausgabe des TeleTalk Marktführer Contact Center & CRM, Heft 01/2020, auch als ePaper zur Verfügung. Opens internal link in current windowHier geht's zum ePaper...

© telepublic Verlag 2011 | Alle Rechte vorbehalten.