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Studie: Zehn "Hot"-Verbrauchertrends 2018

Von: Kai-Werner Fajga am 13.12.2017

Netzwerkanbieter befragte weltweit Internetnutzer

Netzwerkanbieter  Ericsson veröffentliche jüngst die siebte Ausgabe seines ConsumerLab-Reports und betrachtet nach eigenen Angaben darin "aus Early-Adopter-Perspektive" die zehn wichtigsten Verbrauchertrends für das Jahr 2018 und darüber hinaus. Der Bericht weist auf einen Paradigmenwechsel hin, da Verbraucher erwarteten, dass die Digitaltechnologie zunehmend auf menschlicher Ebene funktioniere. Körpersprache, Gesichtsausdruck und Intonation würden die Bedienung der Geräte durch Stimme und Berührung ergänzen und neuen Technologien in einer Welt des immer schnelleren technologischen Wandels den Weg ebnen.

Nach dem so genannten "ConsumerLab"-Report sind die zehn wichtigsten Trends:
1.   Der Körper ist die Benutzeroberfläche: Mehr als die Hälfte der Nutzer von intelligenten Sprachassistenten glauben, dass wir in Zukunft Körpersprache, Ausdruck, Intonation und Berührung verwenden werden, um mit elektronischen Geräten zu interagieren, als wären sie Mitmenschen. Zwei von drei Befragten denken, dass dies innerhalb von nur drei Jahren geschehen wird.
2.   Augmented Hearing: 63 Prozent der Verbraucher wünschen sich Kopfhörer, die Sprachen in Echtzeit übersetzen. 52 Prozent möchten mit In-Ear-Kopfhörern das Schnarchen eines Familienmitglieds ausblenden.
3.   Ewige Neulinge: 30 Prozent der Befragten geben an, dass neue Technologien es schwierig machen, ihre Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten. Aber diese machen uns auch sofort zu Experten: 46 Prozent sagen, dass das Internet es ihnen ermöglicht, Fähigkeiten schneller als je zuvor zu erlernen – und auch wieder zu vergessen.
4.   Social Broadcasting: Soziale Medien werden immer mehr von Botschaften aus unterschiedlichsten Quellen überschwemmt, deren Intention und Wahrheitsgehalt wir nur schwer beurteilen können. Daher findet die Hälfte der Verbraucher, dass AI nützlich wäre, um Fakten zu überprüfen, die in sozialen Netzwerken geteilt werden.
5.   Intelligente Werbung: 42 Prozent der Befragten glaubt, dass Unternehmen künstliche Intelligenz (KI) nutzen werden, um intelligente Werbung zu platzieren. Gleichzeitig erwarten sechs von zehn Personen, dass KI ihnen helfen wird, Online-Werbung zu identifizieren und zu blockieren.
6.   Unheimlich gute Kommunikation: 50 Prozent der Befragten glauben, dass sie es unheimlich fänden, den Unterschied zwischen Mensch und Maschine nicht erkennen zu können. 40 Prozent würden auch von einem Smartphone erschreckt, das auf ihre Stimmung reagiert.
7.   Freizeitgesellschaft: 32 Prozent der Studenten und arbeitenden Menschen glauben nicht, dass sie einen Job brauchen, um ein sinnvolles Leben zu führen. 40 Prozent sagen, sie hätten gerne einen Roboter, der arbeitet und für sie ein Einkommen erwirtschaftet und damit Freizeit schafft.
8.   Ihr Foto ist ein Raum: Stellen Sie sich vor, Sie könnten in ein Foto eintauchen und eine Erinnerung durchleben. Drei von vier Befragten glauben, dass sie in nur fünf Jahren virtuelle Realität nutzen werden, um in Smartphone-Fotos herumzulaufen.
9.   Straßen in der Luft: Die Straßen der Stadt sind möglicherweise vom Verkehr verstopft, aber der Himmel bleibt frei. 39 Prozent der Befragten denken, ihre Stadt brauche ein Straßennetz für Drohnen und fliegende Fahrzeuge. Aber fast genauso viele sorgen sich, dass ihnen eine Drohne auf den Kopf fallen könnte.
10. Die aufgeladene Zukunft: Die vernetzte Welt wird mobile Energie benötigen. Mehr als 80 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass wir in nur 5 Jahren langlebige Batterien haben, die der Sorge um Auflademöglichkeiten ein Ende bereiten.

Michael Björn, Head of Research im Ericsson ConsumerLab, erklärt: „Wir bewegen uns auf eine Zukunft zu, in der Geräte weder Knöpfe und Schalter haben noch über das Smartphone digital gesteuert werden müssen. Dies ist vermutlich auch notwendig, da es schwierig wäre, sich bei jedem vernetzten Gerät an eine neue Benutzeroberfläche zu gewöhnen. Heute müssen Verbraucher alle Feinheiten der Geräte kennen, die sie verwenden. In Zukunft werden stattdessen die Geräte sie kennen. Damit dies Realität wird, müssen Geräte komplexe Informationen über die menschliche Interaktion an eine cloudbasierte Verarbeitung zu übermitteln und intuitiv innerhalb von Millisekunden zu reagieren. Dadurch steigen die Anforderungen an die Konnektivität zukünftiger Geräte enorm." Die Erkenntnisse aus dem Report basierten auf den Forschungsaktivitäten von Ericsson und auf Daten einer Online-Umfrage unter erfahrenen Internetnutzern in zehn großen Städten weltweit.

Mehr unter: www.ericsson.com


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