Besuch im Land des Lächelns

Von TeleTalk-Redakteurin Susanne Feldt, feldt(at)teletalk.de
Ende März öffneten bundesweit rund 40 Call Center in 23 deutschen Regionen ihre Türen für neugierige Blicke - und konnten über mangelndes Interesse nicht klagen. Rund 4.000 Besucher wollten wissen, wie moderne Kundenzentralen aussehen, welche Aufgaben dort bewältigt werden und ob es nicht noch spannende Jobs zu übernehmen gibt. Vorausgesetzt, man hat ein Lächeln in der Stimme.
Die Branche zeigt sich also offen, die Zeiten, in denen wortwörtlich hinter verschlossenen Türen gearbeitet wurde, sind vorbei. Dem Image der Dienstleister, der Inhouse-Call Center und ihrer Mitarbeiter kann das nur nützen.
Das wiederum hilft den Unternehmen, offene Stellen zu besetzen, Personal zu finden. Denn nur, wenn man offen und ehrlich zeigt, was man zu bieten hat (und DASS man was zu bieten hat!), darf man sich auf neue, motivierte Mitarbeiter freuen. Und die werden dringend gebraucht: "Die Branche wächst weiter und bietet zukunftssichere Arbeitsplätze, trotz Wirtschaftskrise", so Thomas Fricke, Geschäftsführer des Call Center Forum. Wenigstens 3.300 Stellen sind demnach in Contact Centern derzeit zu besetzen, davon rund 1.000 allein bei den an der CCF-Aktion beteiligten Unternehmen. "Wir gehen davon aus, dass der tatsächliche Bedarf noch weitaus höher ist", schätzt Fricke. Positive Signale also.
Wenn sich jetzt noch die neuen Gesetze für das Telefonmarkting als praxistauglich erweisen und Outbound wieder als freundlicher und nützlicher Anruf empfunden wird - man wird doch hoffen dürfen? - rennen Auftraggeber und Agents bei den Call Centern künftig gemeinsam die offenen Türen ein.
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