Flexibilität ist Trumpf

Von TeleTalk-Redakteur Ulrich Schmitz schmitz(at)teletalk.de
"Früher war alles besser", diesen Satz hat sicher jeder schon einmal irgendwie gehört. Oft von einer Generation, die aus dem Erwerbsleben ausgeschieden ist, und wehmütig auf vergangene Zeiten zurückblickt. Inzwischen haben auch einige Vertreter der Direktmarketing-Branche Gefallen an dieser rückwärtigen Sichtweise gefunden. Der Doppelschlag von drohender Wirtschaftskrise gepaart mit der Regelverschärfung für das Telefon-Marketing scheint manch einen Manager zu verunsichern. Viele fragen sich, ob ihr Geschäftsmodell unter den bevorstehenden Verschärfungen im Verbraucher- und Datenschutz noch funktioniert.
Sicher müssen einige Service-Provider ihr Geschäftsmodell in Zukunft überdenken, doch ist nicht genau das die Aufgabe eines funktionierenden Managements? Ich halte nicht viel von einer rückwärtigen Sichtweise in einer stetig nach vorne blickenden Technologiebranche. Der Call Center-Markt bietet allein durch die technische Entwicklung immer mehr Wachstums- und Entfaltungsmöglichkeiten, als durch die Amputation einiger Teilbereiche verloren geht. Sicher kann man die nun entstandene Situation vor dem Gesetzgeber beklagen, wie es viele Branchen- und Verbandsgrößen tun. Doch damit ist der Branche, den Betrieben und auch den Beschäftigten der Unternehmen nicht wirklich geholfen. Dem mutmaßlich drohenden Verlust von 50.000 Arbeitsplätzen bei Call Centern gilt es zu begegnen, und zwar mit neuen Geschäftsideen, Kreativität und Unternehmungsgeist, und nicht mit Krokodilstränen.
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