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Standpunkt

Geben Sie Ihren Kunden das Zepter!

Von Kai-Werner Fajga

Das aktuelle TeleTalk-Themenspecial „Service Excellence 2020“ zeigt, dass das Thema professioneller Kundendialog vielen Unternehmen unter den Fingernägeln brennt und als zentrale Aufgabe verstanden wird, ja, als Profession und mit Überzeugung. Im aktuellen Roundtable-Gespräch, das in der Juli-Ausgabe von TeleTalk veröffentlicht wird, fasst es Berater Dirk Scholand von Scholand & Beling in der Aussage zusammen: „Unternehmen müssen lernen, authentisch zu sein", und meint damit vor allem die Öffnung von Serviceorganisationen oder -abteilungen hin zu Social Media. ....weiter

 

Ausgabe TeleTalk 6/10

Highlights

  • Kundenbe- ziehung: Neukundenge- winnung und Bestandspflege
  • Servicenum- mern: Alles klar bei 0180?
  • Contact Center: Monitoring und Qualitätssicherung
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Ausgabe TeleTalk 7/10

Highlights

  • Service Excellence: Ziel im Service verfehlt?
  • TeleTalk-Roundtable: Unternehmen müssen authentischer werden
  • Branchenschwerpunkt Versorger: Service braucht noch mehr Power
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TeleTalk-Marktführer Call Center

Highlights

  • Aktuelle Trends in der Call Center-Branche
  • Special: Contact Center-Lösungen
  • Tabellen und Marktübersichten mit über 500 Anbietern
  • Business Guide mit über 100 Firmenkontakten
  • Tipps und Einkaufshilfen zu ACD-Systemen, CC-Software, Consultants, Dienstleister, Dialer, Headsets, Servicenummern, Telefongesellschaften und VoIP-Plattormen
  • Hier direkt bestellen

Den Überbringer schlechter Nachrichten ...

Von TeleTalk-Redaktionsleiter Christoph Pause, pause(at)teletalk.de

 

So kann es gehen: Da hat die Call Center-Branche gedacht, mit den gesetzlichen Änderungen bei der Telefonwerbung sei die Diskussion um Call Center und Verbraucherschutz ausgestanden, und dann schlägt die Nachricht von illegalem Adresshandel ein wie eine Bombe. Dass Tausende, wahrscheinlich sogar Millionen von Kundendaten inklusive Bankverbindungen verkauft werden, damit Unternehmen auf windiger Basis ihre Geschäfte machen können, hat die Öffentlichkeit schockiert. Schon wird über schärfere Datenschutzregelungen debattiert. Und das völlig zu Recht.

 

Offensichtlich findet ein schwunghafter Handel mit
Kundendaten statt, Adressen, Geburtsdaten und Bankverbindungen werden gegen Geld weitergereicht, ohne dass die betroffenen Verbraucher darüber informiert werden; von einer Zustimmung zu diesem Handel ganz zu schweigen. Einige findige kriminelle Unternehmer benutzen die Bankdaten offenbar dazu, sich bei den Konten der Geschädigten zu bedienen, nachdem sie zuvor unerlaubt bei den Kunden anrufen, um so eine vermeintliche Geschäftsbeziehung zu simulieren. Der Jammer ist groß bei den Branchenverbänden, in öffentlichen Stellungnahmen kritisieren sie den Datenmissbrauch vehement und verweisen wie das Call Center-Forum (CCF) darauf, dass die "weit überwiegende Mehrzahl" der Call Center rechtlich sauber arbeite. Das ist zum einen eine Selbstverständlichkeit, offenbart auf der anderen Seite aber auch, dass eine erkleckliche Zahl von Unternehmen auch nach Ansicht des CCF unsauber arbeitet.

 

Nun ist es an der Zeit, öffentlich aktiv zu werden. Es gilt, Strafanzeige gegen Unternehmen zu stellen, die im Verdacht stehen, illegal gehandelt zu haben. Die Verbände müssen sich zudem laut und immer wieder dafür aussprechen, dass legislativ und juristisch alles getan wird, um den ungesetzlichen Datenhandel zu unterbinden. Es ist wenig hilfreich, wenn intern von "Stimmungsmache" einzelner Verbraucherzentralen gesprochen wird. Es geht hier nicht um die Verbraucherzentralen, sondern um massenhaften illegalen Datenhandel. Natürlich nutzen die Verbraucherschützer den Datenmissbrauch, um für die schwebende Unwirksamkeit telefonisch geschlossener Verträge zu werben. Der Skandal aber, und damit die Ursache der Probleme, sind die offensichtlich massiven Missstände beim Datenschutz, nicht die Verbraucherzentralen. Und wenn die Branche nicht aufpasst, dann verursacht das Thema Datenklau ihr noch viel größere Schwierigkeiten als die Telefonwerbung. Die Branche steht auf der Kippe.